Nachrichten und Meinungen


Zur Aktionsseite "Rettung des Naturdenkmals Innpromenade"


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An den
Oberbürgermeister der Stadt Passau Herrn Jürgen Dupper
Rathaus
Schrottgasse
9 4 0 3 2 P a s s a u

19. Januar 2017

Hochwasserschutz Gottfried-Schäffer-Straße


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, lieber Jürgen,

in großer Sorge und Angst um das Stadtbild sind wir vom Beirat und den anwesenden Mitgliedern auf unserer letzten Sitzung einstimmig beauftragt worden, uns mit folgenden Anliegen direkt an Sie zu wenden.

Der drohende Verlust von mehr als 50 Bäumen und die Zerstörung der jetzigen hervorragenden, städtebaulichen Situation an der Innpromenade wäre ein nicht mehr gut zu machender Eingriff in eine der schönsten und sensibelsten Stellen der Stadt Passau. Dass der geplante Hochwasserschutz mit massiven Mauern selbst bei direkt Betroffenen nicht erwünscht ist, zeigt unter anderem die ablehnende Haltung der Familie Vesper. Die massive Reduzierung des Baumbestandes und die teilweise über 3 m hohe Mauer würden die Lebensqualität sämtlicher Bewohner der Häuserzeile beeinträchtigen, die jetzt schon durch starken Verkehr und Feinstaubbelastung geschädigt sind; ohne die Bäume erhöht sich die Feinstaubbelastung, die Mauern verstärken den Verkehrslärm und der attraktive Blick auf die grüne Oase verschwindet. Auch zentrale Sichtachsen, die für eine „atmende“ Stadt unerlässlich sind, würden verschwinden. Auch eine sicher mehrjährige Großbaustelle ist nicht im Interesse der Anlieger der Gottfried-Schäffer-Straße.

Diesem für uns brutalen Eingriff in das Stadtbild steht – auch im Hinblick auf die zu investierenden Steuergelder - ein relativ geringer Nutzen entgegen. Dieser Hochwasserschutz schützt 49 Immobilien, von denen die meisten nicht einmal beim Hochwasser 2002 betroffen waren. Hochwassersituationen, bei denen z.B. die Höllgasse betroffen ist, haben auf den Unteren- und Oberen Sand, Theresienstraße und Grabengasse keinerlei Auswirkungen. Auch waren ein Großteil der Häuser nur im Keller geflutet. Alle wurden großzügig entschädigt und konnten ihre Häuser so sanieren, dass ein künftiges Jahrtausendhochwasser deutlich weniger Schaden anrichten wird. Wir sind außerdem überzeugt, dass diese Hausbesitzer, müssten sie einen Teil der Kosten selbst übernehmen, sofort auf den geplanten Schutz verzichten würden. Schwer nachvollziehbar für das FORUM ist es auch, dass hier dem Stadtbild eine brutale Wunde zugefügt wird, um Keller und Erdgeschoß relativ weniger Immobilien vor einer Jahrhundertflut zu schützen, während man den Bereich Innpromenade, Ort, Römerplatz und Höllgasse weiterhin den Fluten aussetzt. In diesen Teilen der Stadt sind aber hochsensible Bereiche, wie Museen, Schulen und auch viele Wohnungen weit häufiger betroffen.

In Anbetracht der weitreichen Folgen des geplanten Hochwasserschutzes an der Gottfried-Schäffer-Promenade stellt das FORUM den Antrag, den Verlauf der Mauer vor allem an den über 3 m hohen Stellen mit einem Phantomgerüst vor Ort darzustellen und die entsprechenden Bäume deutlich zu markieren. Nur so kann sich die Bevölkerung ein realistisches Bild von dem geplanten Eingriff direkt vor Ort machen. Wir appellieren dringend an Sie, an dieser heiklen und sensiblen Stelle auf den Hochwasserschutz zu verzichten. Selbstverständlich müssen auch diese Hausbesitzer wie alle anderen bei stadtbildverträglichen, individuellen Schutzmaßnahmen unterstützt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Für das FORUM PASSAU e.V:
Friedrich Brunner und Peter Zieske

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Mehr Mitglieder, tolles Jubiläum, neue Aufgaben

Sehr verehrte, liebe FORUMs-Mitglieder,

 letzte Woche rief ein Vorstandsmitglied des Münchner Forums an, um für eine Dokumentation Informationen über das FORUM PASSAU einzuholen. Was ihn besonders erstaunte, war die hohe Zahl unserer Mitglieder. Diese erfreuliche Entwicklung ist auch eine Folge unserer hervorragend geplanten Festaktivitäten zu unserem 40-jährigen Bestehen. Mit begeisterndem Engagement planten die Mitglieder des Vorbereitungsteams zwei Aufsehen erregende Veranstaltungen, die für das FORUM von großer Werbewirksamkeit waren. Nicht nur die Vorstandschaft erinnert sich noch mit Begeisterung an den mit Menschen überfüllten „Glaspalast“ in der Innstadt. Dieser von uns geplante Biergartenbetrieb mit Volksmusik, kurzen Vorträgen und hervorragendem Essen konnte dieses heruntergekommene Baudenkmal von Weltrang wieder fest im Bewusstsein der Bevölkerung verankern.                      

Und der tags darauf stattfindende Festakt in Schloss Freudenhain ist mit den im Festvortrag „Alles erledigt?“ angesprochenen Problematiken bis jetzt Thema vieler Gesprächsrunden auch der politischen Entscheidungsträger. Wir dürfen an dieser Stelle noch einmal dem Vorbereitungsteam und den Referenten Dr. Irmhild Heckmann und Prof. Dr. Johannes Greipl ganz herzlich danken. Dadurch konnte die Zahl der Mitglieder schlagartig um 10 Pozent auf beinahe 300 gesteigert werden – machen Sie, liebe Mitglieder, etwas Werbung, vielleicht knacken wir die 300er Grenze noch in diesem Jahr.

Äußerst eindrucksvoll war auch die für die aktiven Mitglieder und Besucher des Stammtisches organisierte Herbstexkursion nach Wangen. Unter prominenter Führung des denkmalpflegerisch sehr engagierten ehemaligen Oberbürgermeisters Dr. Leist erlebten wir eine Stadt, die mit größtmöglicher Sensibilität aus ihrem denkmalpflegerischen Dornröschenschlaf geweckt wurde und jetzt als städtebauliches Kleinod Besucher in Massen anzieht – genaueres haben Sie sicherlich der PNP entnommen.                                              

Allen an der Exkursion Beteiligten und vor allem den Initiatoren und Organisatoren ebenfalls ein herzliches Danke.

Durch die Festveranstaltungen ist unser Vereinsvermögen geschrumpft – und so mussten wir nach einem Kassensturz feststellen, dass unsere finanziellen Mittel für eine weitere Ausgabe der FORUM-Nachrichten in diesem Jahr nicht ausreichen.

Wir möchten aber nicht versäumen, Sie über die aktuellen Probleme, die uns auf den Nägeln brennen, zu informieren:

An erster Stelle ist hier die Posse um den Altstadt-Kindergarten zu nennen. Dessen Planung und Genehmigung hat mehr oder weniger hinter verschlossenen Türen stattgefunden. So wie wir erfahren haben, ist auch kein anderer Platz in der Altstadt als der südlich der Michaelskirche in die Überlegungen für einen Neubau in Erwägung gezogen worden. Selbst unsere sonst sehr stadtbildbedachten Stadträte der Grünen haben schließlich fast ausnahmslos für den Bau an dieser Stelle gestimmt. Und das, was nun schon zu sehen ist, bleibt ein auf Stelzen gestellter, banaler Klotz, der keinerlei Beziehung zur Umgebung aufnimmt. Es ist eine der schlimmsten Bausünden, die auf der Schokoladenseite der Altstadt begangen wurden. Sehr enttäuschend für das FORUM war, dass der von uns um Hilfe angerufene Landesdenkmalrat sich des Themas nicht annehmen wollte – wenn ein solcher Eingriff in die gewachsene städtebauliche Harmonie der Innseite kein überregionales Thema ist, welches dann? Wir haben schmerzhaft erfahren müssen, dass der unter seinem Leiter Dr. Thomas Goppel negativ ins Gespräch gekommene Landesdenkmalrat sein Ansehen jetzt auch beim FORUM verspielt hat.

Mit Argusaugen zu begleiten sind auch die zwei großen städtebaulichen Veränderungen auf den beiden Brauereigeländen der Innstadtbrauerei und der Löwenbrauerei. Wir werden darauf in der Frühjahrsausgabe der FORUMs-Nachrichten ausführlich eingehen – hier nur so viel: eine Erweiterung der Universität auf dem Löwenbrauereihügel könnte als einmalige städtebauliche Chance mit einem neuen Audimax der Stadt den gewünschten Veranstaltungsbau an der einzig möglichen Stelle vielleicht doch noch ermöglichen.                           

Bei der Wohnbebauung in der Innstadt hat uns der Sprecher des möglichen Investors zugesichert, dass der „Glaspalast“ saniert und das FORUM bei denkmalpflegerischen Belangen in die Planung mit einbezogen wird. Das wäre eine erfreuliche Entwicklung, doch hört man leider auch von anderen gut unterrichteten Kreisen, dass in Wahrheit geplant sei  „alles platt zu machen“…

In unserer vorweihnachtlichen Stimmung wollen wir an das Gute in den Investoren glauben und wünschen Ihnen von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein engagiertes, erfolgreiches  Jahr 2015!

 Die Vorstandschaft des FORUMs PASSAU e.V

 Friedrich Brunner, Monika Fecher, Peter Zieske, 

 

 8. Dezember 2014

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Befreiungsschlag für Anger

Mitglieder der Bürgerinitiative vom Anger berichteten dem Forum von ihren Nöten, Wünschen, Plänen. Eingeschnürt seit den 70er Jahren von einer vierspurigen Bundesstraße hat Wohnen am Anger so wenig Lebensqualität wie an Hauptdurchgangsstraßen der Ilzstadt und Innstadt. 

Als Lösung, als Befreiungsschlag für Anger und Ilzstadt würde sich ein Autotunnel anbieten, der den nördlichen Brückenkopf der Schanzlbrücke durch den Georgsberg hindurch mit der westlichen Ilzstadt verbindet. Die Brücke über die Ilz zur Tunneleinfahrt würde sich etwa am Fuße der Bayerwaldstraße spannen. Die Forumsmitglieder begrüßten diese Visionen und fordern die Stadt auf, möglichst bald die Machbarkeit zu überprüfen.

- 21.12.2013 -

Forum ruft zu Spenden auf

Die Pläne des FORUM Passau e.V. zur Rettung der Orgel in der St. Achatius-Kirche konkretisieren sich. Noch vor Weihnachten soll ein Benefizkonzert stattfinden, das in Zusammenarbeit mit der Stiftung KiBa durchgeführt wird. Der Erlös soll dem Wiederaufbau der historischen Orgel zugute kommen.

Ebenso wird das FORUM anregen, dass die alten Granitplatten vom Domeingangsbereich eine dauerhaft sichtbare und geschlossene Verwendung im Stadtbereich bekommen. Zwischen der Kirche St.Severin und der Aussegnungshalle verlegt, könnten sie zum Beispiel Rollstuhlfahrern und Menschen, die auf Rollatoren angewiesen sind, den Weg wesentlich erleichtern.

Auch das Kopfsteinpflaster am Steinweg ist wieder ein Thema. Erneut wird diskutiert, das Pflaster nach den geplanten Kanalbauarbeiten durch ein moderne, flacheres und deutlich leblosere Steine zu ersetzen. „Damit wäre die Passauer Altstadt wiederum um ein historisches und stadtbildprägendes Element ärmer.“, kommentierte die zweite Vorsitzende Monika Fecher.

Monika Fecher     Claus Schönleber

- 3.11.2013 -



Kirche Kneipe Klostergarten

Der Ferienmonat August inspirierte engagierte Mitglieder des Forum Passau zu konkreten Zielsetzungen für den Herbst. Während derzeit aller Orten Spenden für die Folgen der Hochwasseropfer in Passau gesammelt werden, setzt sich das Forum konkret für die Erhaltung der Orgel in St. Achatius ein. In dieser Kirche ist eine der wenigen noch original erhaltenen Barockorgeln, die vom Hochwasser erheblich beschädigt wurde. So plant das Forum gemeinsam mit dem Consortium Musicum Passau in den nächsten Monaten eine Veranstaltung, deren Erlös dem Erhalt der Orgel zugute kommt.

Unweit der St. Achatius-Kirche befindet sich das historische Gasthaus „Zur Felsn“, dessen Zukunft durch eine Initiative des Forum inzwischen auch öffentlich diskutiert wird. Auf Vorschlag eines Forum-Mitgliedes erging bereits dieser Tage ein Brief an den Oberbürgermeister, das ehemalige Wirtshaus in ein Gedächtnishaus für das Leben der Ilzfischer im 19. Jahrhundert umzugestalten.

Ein weiteres Anliegen des Forums ist der Wochenmarkt. „Die geplante Verlagerung des Wochenmarktes in den Klostergarten bedroht die Lebensmittelnahversorgung der Altstadtbewohner mit Produkten aus dem Umkreis“ gibt die 3. Vorsitzende Monika Fecher zu Bedenken. Der höhere Umsatz für die Standbetreiber steht auch im Spannungsverhältnis zu den Ausgaben, die der Umbau des Domplatzes, auch in Hinblick auf eine bessere Platzierung des Wochenmarktes, gekostet hat.

„Die bisherigen Reaktionen auf die jüngsten Aktivitäten des Forum sind durchweg positiv und geben Anlass zur Hoffnung, dass die während des Hochwassers entstandene Solidarität sich auch auf den Erhalt unsere städtischen Kulturgüter auswirkt.“, kommentierte Pressesprecher Claus Schönleber.
- 21.8.2013 -


Forum schickt Petition an Ministerpräsidenten

Auf der Jahreshauptversammlung am 14. Mai 2013 hat das Forum Passau als Verein für die Erhaltung des Stadtbilds seine Sorge formuliert, dass der Bestand wichtiger Baudenkmäler sehr gefährdet ist. Deshalb verfasste der Vorstand auf der jüngsten Sitzung eine Petition an den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer.

Darin mahnt der 1. Vorsitzende Friedrich Brunner an, “dringend bestandserhaltende Maßnahmen am barocken Gasthaus-Ensembles „Zur Felsn“ in der Ilzstadt durchzuführen“. Seit kurzem befindet sich das markante, aber vom Verfall bedrohte Gebäude im Besitz des Freistaats. Die Sanierung wäre eine Aufwertung der gesamten historischen Häuserzeile der Freyunger Straße. Diese ist nicht nur vom Verkehr extrem belastet, sondern hat auch durch das Jahrtausend-Hochwasser vom Juni zusätzlich großen Schaden genommen.

Gleichzeitig beantragte das Forum beim bayerischen Landesamt für Denkmalpflege das gesamte Ensemble der Innstadt-Brauerei unter Denkmalschutz zu stellen. Lediglich der zu sanierende Glaspalast ist als Einzeldenkmal registriert. Seit der Einstellung des Braubetriebs und Verkaufs drohen möglicherweise gravierende Eingriffe in die Bausubstanz der Industrie-Architektur, die prägend für das rechte Innufer ist. „Neben seiner einmaligen landschaftlichen Lage lebt Passau gerade von seiner historischen Bausubstanz“ betonte die 3. Vorsitzende Monika Fecher. „Auf uns warten jetzt nach der großen Flut noch viele Aufgaben.“
- 15.5.2013 -



Eine Stadtbahn für Passau - eine realistische Utopie

In Zeiten steigender Energiepreise und sich verknappender Ressourcen gewinnen alternative Verkehrskonzepte
zunehmend an Bedeutung.

Diesem brisanten Thema widmete sich am 14. Mai das Forum Passau e.V. auf seiner diesjährigen Hauptversammlung.
Nachdem der 1. Vorsitzende über akute Schwierigkeiten in der Denkmalpflege und insbesondere in der
Stadt Passau sprach, stellte Friedrich Papke sein Konzept für eine Stadtbahn für die Stadt und das
Umland Passau vor.

Unter Einbeziehung der vorhandenen Schienentrassen entwickelte er ein kostengünstiges und attraktives
Verkehrsnetz, das von Bad Füssing bis Hauzenberg und Freyung wichtige Orte verbindet. Vor allem mit
der Gegenüberstellung der Kosten für einen Kilometer Neubau einer U-Bahn-Trasse im Vergleich mit einem
Kilometer Bahntrasse hier vor Ort überzeugte der Referen. So erfordert die Wiederbelebung
der Bahntrasse nur einen Bruchteil der Kosten, die ein Kilometer Straße verlangt.

Im Anschluss an Vortrag und anregender Diskussion fanden turnusgemäß die Vorstandswahlen statt.
Friedrich Brunner wurde einstimmig im Amt des ersten Vorsitzenden bestätigt, ebenso Peter Zieske
für den zweiten Vorstand. Den dritten Vorsitz übernimmt Monika Fecher.

Dem neugewählten Vorstand wünschen wir viel Erfolg bei seiner Arbeit.
- 15.5.2013 -


Bericht von der Jahreshauptversammlung 2013

Auf der Jahreshauptversammlung am 14. Mai 2013 hat das Forum Passau als Verein für die Erhaltung des Stadtbilds seine Sorge formuliert, daß der Bestand wichtiger Baudenkmäler sehr gefährdet ist. Deshalb verfasste der Vorstand auf der jüngsten Sitzung eine Petition an den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer.

Darin mahnt der 1. Vorsitzende Friedrich Brunner an, “dringend bestandserhaltende Massnahmen am barocken Gasthaus-Ensembles „Zur Felsn“ in der Ilzstadt durchzuführen“. Seit kurzem befindet sich das markante, aber vom Verfall bedrohte Gebäude im Besitz des Freistaats. Die Sanierung wäre eine Aufwertung der gesamten historischen Häuserzeile der Freyunger Straße. Diese ist nicht nur vom Verkehr extrem belastet, sondern hat auch durch das Jahrtausend-Hochwasser vom Juni zusätzlich großen Schaden genommen.

Gleichzeitig beantragte das Forum beim bayerischen Landesamt für Denkmalpflege das gesamte Ensemble der Innstadt-Brauerei unter Denkmalschutz zu stellen. Lediglich der zu sanierende Glaspalast ist als Einzeldenkmal registriert. Seit der Einstellung des Braubetriebs und Verkaufs drohen möglicherweise gravierende Eingriffe in die Bausubstanz der Industrie-Architektur, die prägend für das rechte Innufer ist.

„Neben seiner einmaligen landschaftlichen Lage lebt Passau gerade von seiner historischen Bausubstanz“ betonte die 3. Vorsitzende Monika Fecher. „Auf uns warten jetzt nach der großen Flut noch viele Aufgaben.“
- 15.5.2013 -



Zehn gute Gründe für Radlertunnel

Das Forum Passau spricht sich mit Mehrheit für den neuen Fußgänger- und Radfahrertunnel durch den Georgsberg aus. In der neuen Forumszeitschrift, die rechtzeitig vor dem Bürgerentscheid/Ratsbegehren am 28. April erscheint, werden zehn gute Gründe für dieses Projekt benannt. Die einzige ernstzunehmende Alternative stammt übrigens aus den eigenen Reihen, einem Halser Mitglied, das allerdings überstimmt wurde. Dessen Konzept, das unter anderem eine Aufweitung eines bestehenden Tunnels vorsieht, scheitert - so die mehrheitliche Meinung - vor allem an der Kostenfrage.

Mit Sorge sieht das Forum eine Entwicklung in der Linzer Straße, Passau-Innstadt. Dort werden in unmittelbarer Nachbarschaft zum denkmalgeschützten "Linzer Tor" (im Kern 15. Jahrhundert) denkmalgeschützte Wohnhäuser entkernt, teilweise abgerissen (aus dem 15./16. Jahrhundert) oder dem Verfall ausgesetzt (Ende 18. Jahrhundert). Hinzu kommt, dass anstelle einer alten Holzscheune am Hang in diesem Ensemble ein Studentenwohnbau entstehen soll.

Der für Passau zuständige Thomas Kupferschmied vom Bayerischen Amt für Denkmalpflege steht schwer in der Kritik. In seiner Verantwortung werden in historisch sensiblen Lagen Neubauten genehmigt (Innstadt, Zerstörung eines  Gartens in der Römerstraße), weithin sichtbare Veränderungen in alten Dachlandschaften erlaubt (Panoramafenster in der Innstadt, Löwengrube), massive Eingriffe bei Einzeldenkmälern geduldet (siehe genannte Linzer Straße). Bislang ist es dem Forum nicht gelungen, trotz mehrmaliger Einladungen, diesen wichtigen Beamten aus München als Referent zu gewinnen. Scheut er sich seine Vorgehensweise/Entscheidungen dem kritischen Publikum darzulegen?

Was die wieder entflammte Konzerthausdebatte anbetrifft, will sich das Forum an der Diskussion nicht mehr beteiligen. Es werden wenig Chancen gesehen, dass sich eine solche Kulturstätte im Dauerbetrieb finanzieren lässt. Es sei sinnvoller sich im Bestand umzusehen, diesen besser zu nutzen oder auszubauen, so die vorherrschende Meinung des Gremiums.

Für die Jahreshauptversammlung, terminiert auf den 14. Mai, soll als Referent anstelle des Denkmalpflegers (erwähnte wiederholte Absagen) ein Eisenbahnexperte gewonnen werden. Dieser hat sich in einer aktuellen Studie ausführlich mit einer "Passauer Lokalbahn", der Wiederbelebung des Innstadtgleises (Bahnlinie Passau-Hauzenberg),  beschäftigt.
- 19.3.2013 -

Schwarzbau am Kühberg und Bausünde am Georgsberg

Im Forum Passau, einem Verein für Landschaftsschutz und Denkmalpflege, sind zum Jahresende „heiße Eisen“ angefasst worden.

Der Oberbürgermeister nahm schriftlich Stellung zum Vorwurf des Forums, das neue Oberhauscafé entfalte sich als neue Bausünde an exponierter Stelle des Georgsbergs. Dass drei Gestaltungsbeiräte wegen des ihrer Meinung nach verfehlten Entwurfs zurücktraten, verschwieg das Stadtoberhaupt geflissentlich. Es berief sich darauf, dass die Mehrheit des Stadtrates das Projekt in der jetzigen Form genehmigt habe. Als einziger Stadtrat hat übrigens ein Forumsmitglied, Klaus Schürzinger, gegen die Oberhauspläne gestimmt. Mit der Verlegefamilie Diekmann will es sich offenbar keiner verscherzen. Der Rohbau lässt vermuten, dass auf dem Dach des Restaurants eine zusätzliche Terrasse geschaffen wird. In  den bisher bekannten Plänen taucht sie nicht auf.

Möglicherweise wird auf Betreiben des Forums erstmals ein Exempel statuiert: Ein Schwarzbau am Kühberg, der sich am entblätterten winterlichen Hang deutlich wie nie präsentiert, muss vom Bauherrn wahrscheinlich abgerissen werden. Er hat sich – wie offenbar bereits in früherer Zeit – über Vorschriften und Behörden hinweggesetzt.

Ausblick: Im Frühjahr will sich das Forum ein Bild von der Ilzstadt machen. Die für die Öffentlichkeit verschlossene Kirche St. Salvator wird sich öffnen und vorgestellt. Die Tochter des Forumsvorsitzenden hat über die Historie dieses Sakralbaus eine wissenschaftliche Arbeit gefertigt. In der Halser Achatiuskirche wird in einem Sonderkonzert das einmalige Klangbild dieser kleinen Orgel demonstriert.
- 18.12.2012 -


Jahresbilanz 2011

Liebe FORUMs-Mitglieder,

viel Positives gibt es in diesem Jahr leider nicht zu berichten.

Weihnachtliche Freude bereitet eigentlich nur die gelungene Sanierung der "Lenkvilla" in der Innstadt, die es allerdings ohne den Einsatz des FORUMs schon seit Jahren nicht mehr gäbe. Jetzt ist sie mit ihrer dezenten Farbgebung ein wohltuendes Pendant zur sonst eher weniger attraktiven Architektur in der Wienerstraße. Und auch die erfolgreiche Saison der IIztalbahn und das Ende der ärgerlichen Seilbahnpläne sehen wir als Erfolg - vor allem gegen die Seilbahn haben wir uns ganz entschieden und mit viel Kraft positioniert.

Dass der Freistaat kein Museum in den Schatten des Kapfinger-Klotzes stellen wird, hätte allen Beteiligten klar sein müssen. Insofern hält sich hier unser Bedauern in Grenzen. Dass aber sogar ein Nürnberger Gerichtssaal Weltkulturerbe werden soll und unserer Altstadt vorgezogen wurde, das tut schon ein bissehen weh .. Obwohl: Da rächt sich durchaus, dass der Stadt in den letzten 20 Jahren auch schwere denkmalpflegerische Wunden zugefügt wurden - und noch immer werden. Auf ein solches Drama werden wir weiter unten kurz eingehen. Vielleicht hätte man den Vorschlag des FORUMs, schon Ende der 90er Jahre eine Bewerbung anzustrengen, von Seiten des damaligen OB Schmöller nicht nur müde belächeln sollen. Damals wären die Chancen noch wesentlich größer gewesen. Und wenn sich CSU-Stadträte wie Armin Dickl indirekt sogar freuen, dass man jetzt in der Innenstadt auch maßvolle Veränderungen planen könne, so klingt das in den Ohren des FORUMs wie eine Drohung. Denn das geschieht leider jetzt schon:

Die Sache mit dem Bauvorhaben an der Römerstraße ist nämlich noch nicht ausgestanden; wir haben uns in dieser Sache sehr engagiert und konnten bereits in unserer Frühjahrs-FORUMs-Zeitung den Denkmalpfleger Dr. Kupferschmied zitieren, dass eine Bebauung der Gärten in der Römerstraße mit Wohngebäuden denkmalpflegerisch faktisch unmöglich sei. Inzwischen sieht die Situation so aus: Die Sanierung des Altbaus in der Schmiedgasse ist bereits genehmigt; die Beeinträchtigung des Nachbarn auf der einen Seite hält sich in Grenzen. Zusammen mit dem sanierungsbedürftigen Haus an der Schmiedgasse hat die Bauherrin auch das Grundstück an der Römerstraße erworben. Für die Bebauung dieses Gartens hat sie eine Bauvoranfrage gestellt: überraschenderweise stimmt die Denkmalpflege nun einer Wohnbebauung zu. Wir halten das nach wie vor denkmalpflegerisch für völlig falsch.

Die Stadtverwaltung und der Stadtrat haben allerdings 1998, als der "Städtebauliche Rahmenplan für die Innstadt" erstellt worden war, versäumt einen verbindlichen Bebauungsplan folgen zu lassen.

Der Rahmenplan hält u.a. auch "eine Bevölkerungsverdichtung in der Innstadt aufgrund der vorhandenen geringen Einwohnerzahl für wünschenswert". Die Folge ist, dass nun "in der historischen Innstadt auf den extensiv genutzten Grundstücken in der Jahn- und Römerstraße eine maßvolle Verdichtung denkbar ist." Die Bauherrin hat daher einen Rechtsanspruch. Daher hat auch das Landesamt für Denkmalpflege dem Vorhaben unter bestimmten Auflagen (" Bebauung von stark untergeordnetem Charakter, kleindimensioniert und niedriggeschossig") nun doch zugestimmt.

In einem Gespräch mit den Anliegern und dem Architekten wurde versucht eine Lösung zu finden, die für die Nachbarn in Bezug auf die Höhe und Lage der geplanten Häuser annehmbar ist. Es bleibt die Frage, ob die Bauherrin davon zu überzeugen ist. Fakt ist aber auch, dass hier jede Bebauung die gewachsene noch erkennbare Struktur der Stadtverteidigungsanlagen und die für die Erholung der Schmiedgassen-geplagten Bewohner eminent wichtigen Gärten vernichtet.

Wir werden bei der Regierung von Niederbayern nachfragen, ob für denkmalgeschützte Ensembles dieselbe Baurechtslage gilt wie in normalen Situationen. Selten hat sich die Ohnmacht der Denkmalpflege so gezeigt wie bei diesem hochsensiblen Altstadtbereich.

Ein großer Erfolg war unsere Exkursion nach Augsburg, die innerhalb von Stunden nur durch Mundpropaganda ausgebucht war. Das historische Jugendstil-Gaswerk ist ja nicht öffentlich zugänglich und bietet sowohl für Technik-Freaks, als auch für Kunst- und Architekturkenner besondere Eindrücke.

Kraft schöpfen wir immer bei unseren Stammtischen, die wir jeden dritten Dienstag im Monat heuer im "Innbräu" (Kapuzinerstraße) abhielten. Der zahlreiche Besuch - und auch das gelegentliche Vorbeischauen von Politikern - zeigt, dass wir ein virulenter Verein sind. Das bewies auch das rege Interesse an unseren zwei Baustellenexkursionen.

Exklusiv für das FORUM konnten wir uns von den Sanierungsanstrengungen sowohl im Peschl-Bräu als auch im Niederhaus überzeugen. Erst wenn man die Gebäude sozusagen im Rohzustand erleben darf, kann man die Leistungen von Bauherm und Architekten würdigen - und nimmt Eindrücke von Baudenkmälern mit, die so nur kurzzeitig möglich sind.

Fritz Brunner und Peter Zieske


Seilbahn statt Weltkulturerbe?

Mehrere Mitglieder des Forum Passau nahmen an der Plenumssitzung teil, in der über ein Seilbahnprojekt des Verlegers Axel Diekmann entschieden wurde. Dank des Einsatzes von FWG-Stadtrat Feuerer konnte das Schlimmste verhindert werden, eine generelle Genehmigung der Gondelbahn. Das Forum Passau wird sich mit aller Vehemenz gegen die Pläne einer Seilbahn von der Altstadt zum Oberhaus einsetzen, um Schaden am unseren Kulturgut zu vermeiden.


Schmöller schwer gekränkt

Mit einem Vierteljahr Verspätung reagierte Altoberbürgermeister und EW-Chef Willi Schmöller auf einen Beitrag des FORUM Nr. 39:

Sehr geehrte Herren des Forums und Verfasser der „Personen und Konflikte“ in Nr. 39 der „Forum“

Aus gutem Grund war ich über 30 Jahre Mitglied im Forum Passau e.V.

Doch was Sie derzeit veranstalten und in Ihren sogenannten Forumsnachrichten verbreiten, ist schon fast unerträglich. Man hat den Eindruck, dass sich hier zwei alternde und frustrierte Kunsterzieher ein Sprachrohr gönnen, das ungestraft Gemeinheiten gegenüber unbescholtenen Personen verbreiten darf.

Hinsichtlich meiner Person möchte ich Sie dringend bitten die „skandalösen Vorgänge“ sowie „alle heute umstrittenen Personalentscheidungen und Vertragsabschlüsse“ zu benennen. Sie sollten Ihre unverschämten Äußerungen der Wahrheit anpassen oder zurücknehmen.

Derzeit lasse ich diesen Ihren Erguss juristisch prüfen, doch eine juristische Auseinandersetzung scheint unausweichlich, wenn Sie sich nicht äußern und Ihre unverschämten und ungeheuerlichen Äußerungen zurechtrücken.

Vielleicht haben Sie in Ihrer Engstirnigkeit übersehen, dass ich mittlerweile Privatperson bin und mir so einen verletzenden Schwachsinn nicht länger bieten lassen muss.

Vielleicht denken Sie einmal darüber nach und nehmen zur Kenntnis, dass es sicherlich außer Ihnen noch mehr denkende und intelligente Menschen gibt in dieser unseren schönen Stadt Passau und viele Passauer auf Ihre überheblichen und selbstherrlichen Einschätzungen und Wertungen verzichten können.

Willi Schmöller
Dipl. Betriebswirt
Altoberbürgermeister

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Dieser Brief bezieht sich auf folgenden Absatz: „Weil wir schon bei den städtischen Töchtern sind: Es wird zwar ein skandalöser Vorgang nach dem anderen aufgedeckt, seltsames Stillschweigen herrscht aber bei der Ursachenforschung. Das FORUM wundert sich, dass in diesem Zusammenhang der Vater der städtischen Töchter nicht kritischer hinterfragt wird. Der nämlich war der Initiator für die Auslagerung wichtiger Stadtgeschäfte auf pseudomarktwirtschaftliche Tochterfirmen und hieß Willi Schmöller. In seine Amtszeit fielen alle heute umstrittenen Personalentscheidungen und Vertragsabschlüsse. Schont man Schmöller, weil man glaubte, ihn als Retter der Europäischen Wochen zu brauchen? Oder liegt es gar an seinem damaligen stellvertretenen Bürgermeister. Der hieß nämlich Jürgen Dupper.                                                                          17. August 2010

Nachrichten und Meinungen

Welterbe mit Wehmut

Das Forum Passau wird selbstverständluch den Vorstoß, die Dreiflüssestadt und ihre Landschaft in die Welterbe-Liste aufzunehmen, unterstützen. Kritisch wurde in der Juni-Sitzung angemerkt, dass das Kultur- und Naturerbe Passau leider in der Vergangenheit bedauerliche Eingriffe erlitten (Neue Mitte, Ilzstadtverbauung) habe.

Bereits im Jahr 1994 hatte sich das Forum für ein "Welterbe Passau" stark gemacht.                                              16. Juni 2010

Vorstandschaft wiedergewählt

Die bestehende Spitze des Forum Passau, darunter Vorsitzender Friedrich Brunner und sein Stellvertreter Peter Zieske, wurde bei der Jahreshauptversammlung für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege will man gegen die Pläne der Verlegers kämpfen, der im historischen Stadtkern eine Schwebeseilbahn von der Altstadt zum Oberhausberg führen möchte.
Über die 140-jährige Geschichte der Eisenbahn in und um Passau und deren Zusammenhang mit verschwundenen oder noch bestehenden Ausflugslokalen und Wirtshäusern berichtete in einem eindrucksvollen Lichtbildvortrag Stadtarchivar Richard Schaffner.
In seiner letzten Amtsperiode will sich Forum-Chef Brunner vor allem darum bemühen, ein jüngeres Team für die Nachfolge an der Spitze aufzubauen. Zur aktuellen Diskussion um die Bewerbung der Dreiflüssestadt zum "Weltkulturerbe," verlas er einen Beitrag der Forumszeitschrift aus dem Jahre 1994: Die heutigen Eiferer hätten sich damals als Bremser erwiesen. Vor dem Bau des Schandflecks "Neuen Mitte" seien die Chancen noch gut gestanden, dieses auch dem hochwertigen Tourismus dienende Prädikat zu erhalten.
                                                                                                                                                                                    20. Apr. 2010

Der Tanzboden zieht um

Der Schärdinger Tanzboden aus der Jahrundertwende ist gerettet, leider nicht in Passau, aber für die Nachwelt. Das Gebäude soll abgebaut,  zwischengelagert und später im Museumsdorf Finsterau neben dem Wirtshaus "D`ehrn"  aufgebaut und seinem ursprünglichen Zweck zugeführt werden. Der neue Nachbar des Tanzboden wurde erbaut 1840, stand als Straßenwirtshaus in Kollnburg (Landkreis Regen), wurde 1976 abgebrochen und drei Jahre später im Museumsdorf aufgebaut.
                                                                                                                                                                                  16. Mrz.  2010

Die Oberhaus-Seilbahn

Die Donauhänge und die grünen Hügel als "Fassung der Donauperle" müssen vor weiteren Einschnitten bewahrt werden.  Die Bergstation zerstört die unberührte Landschaft im Bereich des ehemaligen Klösterchens "Bergfried", die Talsstation bedeutet einen massiven Eingriff in den denkmalgeschützen Bereich der Altstadt. Mit Auto, Pendelbus und zu Fuß kann jeder die Burg erreichen. Es handele sich um den erneuten Vorstoß des Zeitungsverlegers Diekmann, der offenbar nur das private Interesse hat, den Immobilienwert seines seit Jahren verfallenen Café zu steigern, hieß es in der Diskussion.
Es gibt übrigens ein ausführliches Gutachten des Landesamtes für Denkmalpflege aus dem Jahr, 2002 das sich eindeutig gegen den Bau der Seilbahn ausspricht. Kein einziger Tourist mehr werde wegen einer Seilbahn nach Passau kommen. Das technische Bauwerk wäre, so mahnte der Vorsitzende Fritz Brunner, der zweitgrößte Schandfleck nach dem Kapfingerturm. 
                                                                                                                                                                                  23. Febr  2010

Das Grenzlandkaufhaus

Die Wiener Eigentümerin erteilte dem Landesamt für Denkmalpflege eine Absage, das Objekt zu besichtigen. Wenigstens die Fassade wird nun geschützt. Das Gebäude in der Ludwigsstraße ist ein einmaliger Beleg für "sachlichern Jugendstil.". Das vorgesehene Gutachten für das Innenleben konnte nun nicht erstellt werden. Beantragt wurde  die denkmalpflegerische Untersuchung vom Forum Passau.                                                                                                                           23. Febr  2010

ARCHIV

Neu: Blick in alte
Forums-Zeitungen

„Lasst uns das Unwiederbringliche und Unersetzbare erhalten, sonst werden wir in einigen Jahren erwachen und feststellen, dass wir unser Erbe verschleudert haben“. Mit diesem Leitspruch trat das Forum Passau den 80er Jahren an. In den Archivausgaben finden sich Themen über Bausünden und Kulturbarbarei: Wir schütteln den Kopf über die Fehler von damals und stellen erschrocken fest, dass wir daraus nichts gelernt haben. Zum Archiv                                                17. Oktober 2007

30 Jahre Denkmalpflege in Passau – Wozu?

Der oberste Denkmalpfleger Dr. Matthias Üblacker vom Landesamt in München verabschiedet sich mit einem kritischen Rückblick von seinem Wirkungskreis. „30 Jahre Denkmalpflege in Passau – Wozu?“, lautet das Thema seines Gastvortrags am Mittwoch, 2. Mai 2007, 20 Uhr in der Universität Passau, Hörsaal 14 des Juridicums (Innstraße 39, EG links). "In der zur Zeit vom Strukturwandel erschütterten Stadt Passau ist die Meinung eines kompetenten Fachmannes sicher nicht nur für Architekten und Denkmalpfleger interessant", kündigt der Vorstand diese Veranstaltung als Höhepunkt des Jahresprogramms an.                                                         12. April 2007

Forum stellt Standort
der Löwen in Frage

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Zankl,

Auch nach mehrmaligen Ortsbesichtigungen erscheint uns die Aufstellung der beiden Löwen bei der Neugestaltung des Ludwigsplatzes als willkürlich und wenig überzeugend. Weder von oben, also von der Dr.-Hans-Kapfinger-Straße, als auch von der Fußgängerzone aus ergeben sich Blickachsen; die sinnvolle Erinnerung an eine Torsituation ist nicht gegeben.

Da wir in der nächsten FORUMs - Zeitung über dieses Problem berichten wollen, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns die gestalterischen Gründe nennen könnten, die für die jetzige Aufstellung maßgebend waren.

Wir sind der Überzeugung, dass eine frühzeitige Einbindung der Kompetenz eines Vereins wie dem FORUM eine für die Bürger befriedigendere Lösung gefunden worden wäre.

Mit freundlichen Grüßen

Friedrich Brunner, Peter Zieske                                                                                                                           26. März 2007

Vom Turmschauen
und Schöntrinken

Der alte Männerscherz, dass man sich Frauen schön trinken kann, hat nun eine Parallele in der Passauer Stadtpolitik. Mit aller Gewalt, zum Beispiel einem Medien-Overkill und dem Einsatz prominenter Politiker, wird die Neue Mitte schön geredet. Dabei wird ausgenutzt, dass viele Bürger natürlich gezwungen sind, die Kapfinger-Bauwerke zu besuchen; und vom obersten Stockwerk ist der Blick eben auch deshalb wunderschön, weil man von dort den städtebaulichen Missgriff nicht sieht. Ausgenutzt wird bei der Charmeoffensive auch, dass man die Kritik natürlich nicht bis in alle Ewigkeit gebetsmühlenhaft wiederholen kann.
Wahr bleibt aber trotzdem: die Neue Mitte ist ein städtebauliches Fiasko, wie es Gerhard Matzig von der SZ beschrieben hat. Vor allem der braune Längsriegel, der u.a. Kik beherbergt, ist Nichtarchitektur.

Der von der Neuen Mitte ausgelöste Strukturwandel wird für die Passauer zur selben Erfahrung führen, wie das Schöntrinken: Einem bösen Erwachen.

Friedrich Brunner                                                                                                                                                       7. März 2007

Brief an das Eisenbahn-Bundesamt:
Sinnvolle Vernetzung  nicht zerstören!

Der Vorstand des Forum Passau setzt sich weiterhin vehement für die Passauer Stadtbahn ein:  In einem Schreiben vom 22. Februar 2007 an das Eisenbahn-Bundesamt in Bonn heißt es: "...Gerade die schon bestehenden Bahntrassen ließen sich wegen der schwierigen topographischen Lage der Stadt Passau gut dazu nutzen, durch eine Stadtbahn den Individualverkehr zu reduzieren. Bahn, Bus, Schiff und Individualverkehr könnten sinnvoll vernetzt werden. Im Zuge der zunehmenden Diskussion um CO2- und Feinstaubbelastungen halten wir es für unverantwortlich und kurzsichtig, bestehende Bahninfrastruktur zu zerstören...."                                   -mehr-

Abriss als Warnung

Zu den Berichten über eine Stadtbahn:

Die Diskussionen und Leserbriefe der vergangenen Wochen zeigen, dass Befürworter und Gegner aneinander vorbeireden. Das Forum Passau fordert daher die Einrichtung einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Heinz Rosenberger, der parteiüber-greifend Ansehen genießt und auf umfangreiche Erfahrung bei der Leitbildentwicklung zurückgreifen kann. Gegner und Befürworter aller Parteien und interessierten Gruppierungen sollten dann alle Fragen von Finanzierbarkeit, Streckenführung, zur Verfügung stehende Zeit auf den DB-Gleisen von der Voglau zum Hauptbahnhof, Feinstaub in der Innenstadt, Verkehrsströme, Altersentwicklung usw. abklären. Erst auf dieser Grundlage kann eine vernünftige und fundierte Entscheidung gefällt werden. Als Warnung sollte uns der Abriss des denkmalgeschützten Silos in der Racklau vor einigen Jahren dienen. Nach dem Abriss hätte ein Interessent für Schüttgüter wieder einen Silo benötigt, ein Wiederaufbau kam aus Kostengründen nicht in Frage. Ein Industriedenkmal war sinnlos geopfert worden.

Günther Bosaniy und Peter Zieske
Forum Passau

Bahnstrecke oder Radweg?

Bahn frei für die Bahn

Von WILLI SPLITTER

Die Regionalbahn scheint niemand zu interessieren. In Freyung z.B. scheitert ein Bürgerentscheid am Quorum; eine knappe Mehrheit dieser Minderheit ist für einen Radweg. Dabei kann die Alternative nicht Radwege oder Erhalt der Bahn heißen.                                                                                                                                                                             -mehr-


Die Konzerthauslüge

Man erinnere sich: Alt-OB Schmöller machte den engagierten Passauern Dultumzug und NiHa-Abriss deshalb schmackhaft, weil er ein architektonisch herausragendes Konzerthaus auf dem Exerzierplatz versprach. Um dies zu finanzieren wollte man ein kleines (!) Kaufhaus akzeptieren. Was aus diesen Versprechen geworden ist, davon gibt die jetzige                           -mehr-

Personen und Konflikte

  • Gestaltungsbeirat in Passau zu sein ist zur Zeit kein wirklich befriedigender Job. So sehr sich die Herren Prof. Ferdinand Stracke, Prof. Herbert Meyer-Sternberg und Architekt Peter Riepl auch bemühen, wirklich erfolgreich sind sie nicht. Aus der von ihnen initiierten, silbernen Metallhülle der Zentralgarage                           -mehr-