Bericht Jahreshauptversammlung

Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr

Auf ein ereignisreiches Jahr blickten die Mitglieder des Forum Passau e.V. auf ihrer Jahreshauptversammlung zurück, die im November im Waldschloss stattgefunden hat. Vorsitzender Friedrich Brunner begab sich im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal auf einen bebilderten Stadtspaziergang durch Passau. Dabei lenkte er den Blick der Anwesenden, darunter auch zahlreiche Stadträte, immer wieder auf Verbesserungswürdiges: „Es sind oft die kleinen Dinge, die in Summe kein gutes Bild abgeben“, so der Vorsitzende der Stadtbildbewahrer. Als Beispiele wurde die ungelöste Graffiti-Problematik, überquellende Mülltonnen oder durch Taubenkot verschmutzte Ecken in der Stadt gezeigt. Besonders schmerzhaft sei der Anblick der Messergasse, wo sich schwarzer Asphalt inmitten des historischen Kopfsteinpflasters ausbreitet, ein „fragwürdiger Flickenteppich, der nur durch eine desinteressierte Stadtspitze entstehen konnte“, so Brunner. Immer wieder hatte sich der Verein im letzten Jahr an Verwaltung oder Behörden gewandt, teils auch mit Erfolgen, etwa bei der Erfolgskontrolle von ökologisch wichtigen Ausgleichsflächen oder einer Verbesserung der Mauer am Innkai, bei der sich Brunner jedoch mehr Gespür für die Gestaltung gewünscht hätte. Erfolglos hatte man sich hingegen an das Landesamt für Denkmalpflege gewandt, das in der alten Tabakfabrik anders als das Forum keine schützenswerten Denkmaleigenschaften sieht. Positiv sei auch die Entwicklung rund um den Fünferlsteg, bei dem nun eine Sanierung statt eines kostspieligen Ersatzneubaus erfolgen soll. Grund zur Freude gab es zudem in der Ilzstadt, wo die Felsnfreunde nach der erfolgreichen Sanierung des alten Gasthauses nun auch beim Salettl große Fortschritte vorweisen konnten. Das Forum Passau hat diese Sanierung und das ehrenamtliche Engagement auch finanziell unterstützt. „Ein Musterbeispiel, wie man ein Stück Stadtgeschichte erhalten und in neuem Glanz erstrahlen lassen kann, wenn der Wille da ist. Davon könnte sich auch mancher Privateigentümer inspirieren lassen“, so Brunner mit Verweis auf das Haidenhofer Schlössl. Jahrelang wurde eine Sanierung angekündigt, passiert sei bislang jedoch nichts. Untätigkeit stellte Brunner bei der Kirche fest: Mehrere Anfragen zur Salvatorkirche, kirchlichen Liegenschaften und der Taubenproblematik blieben unbeantwortet. „Wir hätten gerne eine Exkursion organisiert, ohne Rückmeldung aus dem Ordinariat ist das schwierig. Vielleicht im nächsten Jahr“, berichtete Brunner. Nach dem Bericht des Schatzmeisters Wilhelm Splitter wurde die Vorstandschaft entlastet und unter Leitung von Dr. Clemens Sirtl die Neuwahl durchgeführt. Mit großer Mehrheit wurden Vorsitzender Brunner, die beiden stv. Vorsitzenden, Monika Fecher und Matthias Weigl, sowie Schatzmeister Willi Splitter wiedergewählt. Neue Schriftführerin ist Marlene Schröder. Als Beiräte engagieren sich Dr. Gerhard Hagen, Kurt Seul, Achim Stolz und Christoph Schröder. Im Anschluss wurde noch ausgiebig über eine Vielzahl an Themen diskutiert, vor allem die bevorstehenden Brückensanierungen beschäftigten die anwesenden Mitglieder sehr. In der Debatte brachten sich auch die anwesenden Stadträte munter ein. Dabei waren Stefanie Auer, Boris Burkert, Diana Niebrügge, Urban Mangold, Prof. Dr. Holm Putzke, Rudolf Ramelsberger, Karl Synek, Matthias Weigl sowie Andreas Vilsmeier. Auch Peter Zieske, Ehrenvorsitzender des Forums, nahm teil. Brunner freute sich über das große Interesse und die lebhafte Diskussion.